Fibromyalgie

Hilft CBD Öl bei Fibromyalgie-Schmerzen?
Hier der Faktencheck


Was ist Fibromyalgie?

Wörtlich übersetzt bedeutet Fibromyalgie „Muskelfaserschmerz“. Typisch für die Krankheit sind wiederkehrende Muskel- und Gelenksschmerzen, insbesondere im Rückenbereich. Aufgrund der chronischen Schmerzbelastung zählen Mediziner die Fibromyalgie auch zu den rheumatischen Erkrankungen; daher ist auch die Bezeichnung „Weichteilrheuma“ üblich. Die zentralen Symptome lassen sich allerdings nicht auf Muskelschmerzen begrenzen, sondern umfassen die Folgenden:


• Muskelschmerzen (insbesondere an den Muskelansätzen)

• Muskelschwäche

• Gelenkschmerzen

• Erschöpfungszustände

• Schlafstörungen

• Nervosität

• Depressionen

• Konzentrationsstörungen

• Hautirritationen, Juckreiz


Im Gegensatz zur rheumatoiden Arthritis ist die Fibromylagie keine entzündliche Erkrankung und lässt sich daher nicht über Entzündungsmarker im Blut diagnostizieren. Fachleute haben stattdessen ein Standard-Verfahren entwickelt, die Krankheit über bestimmte Druckpunkte an Hüften, Schultern und Knien zu erkennen.

Sind mindestens 11 der insgesamt 18 Druckpunkte („tender points“) schmerzhaft und wurden vorab andere organische Erkrankungen ausgeschlossen, kommt Fibromyalgie als Diagnose in Frage. Fachleute glauben, dass eine Störung der Schmerzverarbeitung im zentralen Nervensystem die grundlegende Ursache der Fibromyalgie-Beschwerden bildet. Die Schmerzschwelle der Patienten ist deutlich herabgesetzt und das Gehirn meldet Schmerz, auch wenn kein physiologischer Reiz vorhanden ist.

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Nützt CBD Öl bei chronischen Schmerzen?

Mediziner bescheinigen Cannabidiol eine schmerzlindernde (analgetische) Wirkung. Wie sie entsteht, ist bislang nicht exakt entschlüsselt. Fakt ist: CBD stimuliert körpereigene Schmerz-Rezeptoren wie den Vanilloid-Rezeptor Typ 1 und steigert das Level unseres körpereigenen Cannabinoids Anandamid. Auch dieses „Glückseligkeitshormons“ hat großen Einfluss auf das Schmerzempfinden.

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Kann CBD Öl die Psyche unterstützen?

In vielen Versuchen zeigt sich, dass Cannabidiol eine vegetative Beruhigung auslöst, indem es den Blutdruck senkt. Doch könnte es sich auch beruhigend auf die Psyche auswirken und möglicherweise Ängste, Depressionen und Stress positiv beeinflussen? Im Falle der Fibromyalgie könnte das den Betroffenen helfen, da kreisende Gedanken, Sorgen und Resignation auch Teil der Symptomatik sind.

Studien belegen für CBD eine nachweisbare angstlösende (anxiolytische) Wirkung. Sie wurde bestimmt, indem man Probanden mit Sozialphobie mit ihrer größten Angst konfrontierte und vor Publikum sprechen ließ. Als Vergleichsgruppe fungierten Personen, die keine Angst vor öffentlichen Auftritten hatten. Im Ergebnis reduzierte CBD die Ängste der Sozialphobiker deutlich und verringerte ihre Stressreaktionen.

Die Performance der CBD-Gruppe unterschied sich schlussendlich nicht mehr von der Sprechleistung der psychisch ausgeglichenen Probanden. In weiteren Studien wurde die anxiolytische Wirkung von CBD mit der von Valium und dem Antidepressivum Ipsapiron verglichen – dabei schnitt Cannabidiol vergleichbar gut ab. Menschen mit Fibromyalgie, die nicht auf Antidepressiva zurückgreifen möchten, finden in diesen Versuchen also durchaus Argumente, CBD Öl für sich auszuprobieren.

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CBD Öl für einen besseren Schlaf bei Fibromyalgie

Viele Fibromyalgie-Patienten klagen über Schlafstörungen. Mediziner bringen das mit einem Mangel des Wachstumshormons bei ihnen in Verbindung. Dieses Hormon sorgt für die Regeneration unserer Körperzellen und wird vornehmlich in den Tiefschlafphasen gebildet. Da diese Phasen bei Fibromyalgie-Patienten verkürzt sind, erklärt sich der niedrige Wachstumshormon-Spiegel. Nicht nur für die mentale Leistungsfähigkeit, sondern auch für die körperliche Erholung und die Funktion des Immunsystems brauchen Betroffene daher einen besseren Schlaf.